Formative Bewertung im Wochenrhythmus einer Lehrkraft
Formative Bewertung im Alltag: kleine Beobachtungen fortlaufend, Rückmeldung, die das Lernen voranbringt, und Aufgaben mit Zielbezug.
Bewertung wird oft mit der Klassenarbeit am Ende einer Einheit gleichgesetzt. Formative Bewertung ist etwas anderes: fortlaufende Beobachtung während des Lernens, deren Zweck es ist, den nächsten Schritt zu lenken, nicht eine Note zu geben. Sie lebt in der Woche einer Lehrkraft als kleine Beobachtungen, nicht als ein großer Kraftakt.
Das finnische Zentrum für Bildungsevaluation (Karvi) stellte fest, dass Bewertungspraktiken von Schule zu Schule variieren und dieselbe Kompetenz an verschiedenen Schulen zu unterschiedlichen Noten führen kann (Atjonen et al. 2019). Formative Bewertung ist ein Weg, Bewertung gleichmäßiger und für die Lernenden gerechter zu machen, weil die Rückmeldung unterwegs kommt und nicht erst am Ende.
Kleine Beobachtungen fortlaufend statt einer großen Prüfung
Der Kern der formativen Bewertung ist, den Druck einer großen Bewertung zu verringern, indem man sie in viele kleine aufteilt. Wenn Sie in jeder Stunde sehen, wo die Gruppe steht, haben Sie Zeit, den Kurs zu korrigieren, bevor sich ein Missverständnis festsetzt.
In der Praxis kann das eine kurze Überprüfung am Ende der Stunde sein, ein paar Fragen, die alle beantworten, oder ein schneller Blick darauf, wer weitergekommen ist und wer nicht. Die Beobachtung muss keine Note sein. Ihre Aufgabe ist, Ihnen und den Lernenden zu sagen, was als Nächstes zu üben ist.
Rückmeldung zeigt nach vorn, nicht zurück
Der Wert formativer Bewertung liegt in einer Rückmeldung, die sagt, was als Nächstes zu tun ist. „Vier von sechs richtig“ blickt zurück. „Die Grundform kannst du schon; übe als Nächstes die Ausnahmen“ blickt nach vorn. Das zweite lenkt die Lernenden, das erste stellt nur eine Tatsache fest.
Hier stellt sich auch die Frage nach der Zeit der Lehrkraft. Sie müssen nicht zu jeder Aufgabe einzeln Rückmeldung geben. Oft reicht es, ein paar Dinge aufzugreifen, die in der Gruppe wiederkehren, und die ganze Gruppe hindurchzuführen.
Verbinden Sie Bewertung mit Zielen und Aufgaben
Bewertung knüpft an Ziele an, nicht an Themen. Wenn eine Aufgabe Anwendung übt, sollte auch die Bewertung auf Anwendung schauen, nicht nur auf Wiedergabe. Präzise beschriebene Bewertungskriterien, wie sie die finnische Bildungsbehörde für die Grundbildung festgelegt hat, dienen der Gleichbehandlung (Opetushallitus) und stützen zugleich die formative Bewertung: Sie sagen, welche Kompetenz die Aufgaben üben sollen.
Das verbindet sich direkt mit der Differenzierung. Wenn Sie Aufgaben auf drei Niveaus differenzieren, aber alle mit demselben Maßstab bewerten, kann sich ein Lernender mit Unterstützungsbedarf trotzdem als Versager fühlen. Ein Weg ist, das zentrale Bewertungsziel gleich zu lassen, die Lernenden ihre Kompetenz aber in unterschiedlichem Umfang zeigen zu lassen. Ausführlicher steht das im Ratgeber zur Differenzierung.
Wie Bruukki hilft
Bruukki gibt keine Noten für Sie, und das soll es auch nicht. Es hilft, Aufgaben und Materialien zu erstellen, die an Ziele und Bewertungskriterien anknüpfen. Sie können zum Beispiel kurze Kontrollfragen zum Thema der Einheit anfordern oder Wege in unterschiedlichem Umfang, dieselbe Kompetenz zu zeigen. Die KI schlägt vor, Sie entscheiden, was Sie verwenden und wie Sie bewerten.
Wo Sie anfangen
Sie müssen nicht alles auf einmal ändern. Ein Weg: Fügen Sie in einer einzigen Einheit eine leichte Überprüfung am Ende der Stunde ein und sehen Sie, was sie Ihnen sagt. Sobald die Gewohnheit vertraut ist, machen Sie sie zum Teil Ihres Wochenrhythmus. Formative Bewertung ist keine Zusatzarbeit. Sie ist ein Weg, rechtzeitig zu sehen, wohin die Unterrichtszeit am besten fließt.
Wenn Sie ausprobieren möchten, wie Aufgaben mit Zielbezug aussehen, testen Sie Bruukki kostenlos. Wir freuen uns über Rückmeldungen von Lehrkräften: Sagen Sie uns, wenn etwas nicht funktioniert.
Quellen
- Atjonen, P. et al. (2019). “Että tietää missä on menossa”: oppimisen ja osaamisen arviointi perusopetuksessa ja lukiokoulutuksessa. Finnisches Zentrum für Bildungsevaluation, Veröffentlichungen 7:2019 (auf Finnisch).
- Finnische Bildungsbehörde Opetushallitus. Bewertung von Lernen und Kompetenz in der Grundbildung. (auf Finnisch)
Lesen Sie auch: Differenzierung im Sprachunterricht ohne doppelte Arbeit und KI-Aufgaben, die zur eigenen Klasse passen.
Bruukkis KI hat beim Schreiben dieses Ratgebers geholfen.
Probieren Sie es mit Ihrem eigenen Material
Die KI schlägt vor, Sie entscheiden.
Kostenlos ausprobieren